e-commerce

Aussichten und Trends im E-Commerce & online Marketing

E-Commerce & online Marketing Trends gibt es viele, welche davon machen zum heutigen Zeitpunkt, oder zukünftig, Sinn?
Nachfolgend eine kurze Auflistung verschiedener Themen mit kurzen Erläuterungen. Als Inputgeber ist die „Internet Word Business“ Zeitschrift, sowie aktuelle Studien des BVH  (Bundesverband deutscher Versandhandel) zu nennen.

Thema SMS Benachrichtigungen:
Etwa 77 Prozent der Weltbevölkerung sind per Handy – und damit in der Regel auch per SMS – erreichbar. Darum bietet sich die Kurznachricht als effektives Marketinginstrument an, dessen Verwendung allerdings ein durchdachtes, strategisches Vorgehen voraussetzt.

Grundsätzlich sollte in einem ersten möglichen Gedankenkonstrukt geklärt werden, ob man das Medium SMS nutzen möchte um den Kunden einen reinen Mehrwert in Form von „Information zur Bestellung“ liefern zu können, oder aber auch Vertriebsrelevante Gedanken eine Rolle spielen können. Im E-Commerce wird die SMS Benachrichtigung immer einen Mehrwert mit überschaubarem Kostenfaktor darstellen.

Thema alternativen Zahlarten – mobile Payment
An der Stelle noch mal ein Fakt: (Quelle: Bundesverband deutscher Versandhandel – Studie 2012)
„Auch im Jahr 2012 war der Kauf auf Rechnung die beliebteste Zahlweise der Kunden im Interaktiven Handel. Der Anteil lag bei 37 Prozent. Dennoch wurde ein leichter Abfall gegenüber dem Vorjahr registriert. Im Jahr 2011 kaufte noch ein Anteil von 42 Prozent der Kunden über diesen Bezahlkanal.
Hingegen legten die digitalen Bezahlwege 2012 ordentlich zu und haben damit den Trend aus den letzten Jahren bestätigt. Mittlerweile erfolgen 17 Prozent aller Bezahlungen über diesen Kanal. Das entspricht einer Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.“

Wie aber sieht es denn mit dem Thema „MobilePayment“ aus?

„Aktuell nutzt jeder dritte Smartphone-Besitzer in Deutschland (31,7 Prozent) das Gerät auch zum mobilen Einkauf. Das entspricht einer beeindruckenden Steigerung von 8,3 Prozent zum Vorjahr (Nutzung bei 23 Prozent in 2011). Besonders jüngere Personen (18-29 Jahre, Nutzungsanteil: 49,2 Prozent) verwenden das Smartphone verstärkt  zum Einkaufen. Bei der Betrachtung nach Geschlecht zeigt sich, dass Männer mit 36,9 Prozent vorne liegen. Sie nutzen ihr Smartphone mit rund 10 Prozentpunkten  intensiver als Frauen. Dennoch legen auch Frauen bei der Smartphone-Nutzung für mobile Einkäufe deutlich zu (26,7 Prozent; plus 5,9 Prozent gegenüber 2011).“ (Quelle: Bundesverband deutscher Versandhandel – Studie 2012)

Thema alternative Shopping Methoden – QR Shopping
Auch dieses Thema kann man bereits zum heutigen Zeitpunkt recht einfach realisieren. Immer mehr Händler im stationären Einzelhandel nutzen die Möglichkeit: Am Sonntag ist das Geschäft geschlossen, jedoch kann der Kunde ein Produkt welches nur als Plakat am Schaufenster klebt, scannen und sofort bezahlen… alles per QR Code (Vorausgefüllter Warenkorb – sofortige Weiterleitung nach Bestätigung zur Mobile Payment Anwendung)

Thema „Smart TV- second Screen“
In aller Munde… aber was ist das eigentlich?
Toyota hat in Deutschland seinen ersten TV-Spot mit Second Screen-Einbindung realisiert. Das Unternehmen greift auf die App „Shazam“ zurück. Wer diese währende des Sendevorgangs aktiviert, wird zu einem passenden Informationsangebot geleitet. Technische gesehen im Grunde nichts anderes, als das was man vom QR Code kennt…

Was muss bei einer solchen Art der Kommunikation beachtet werden?
Man lernt sehr schnell das solche Spots nicht zu kurz sein dürfen, im Gegenzug jedoch „schnell“ sein müssen. Am Beispiel der Toyota Werbung sieht das im Ablauf so aus:

  1. Wahrnehmung der Werbung (offline)
  2. Wahrnehmung des Themas der Werbung (offline)
  3. Interesse am Thema (offline)
  4. Wahrnehmung des Shazam-Buttons (offline)
  5. Sofern vorhanden, Wahrnehmung des Call to Action, ggf. trotz der Text-Bild-Schere (offline)
  6. Start des mobilen Devices (offline, online)
  7. Start der Shazam App (online)
  8. Technologisch bedingter Zeitraum, bis Shazam den Spot identifiziert (offline, online)
  9. Laden der zugehörigen Anwendung im Smartphone (online, konkurrierende alternative offline Inhalte).

Apps welche nun speziell für die neuen TV Geräte konzipiert sind und passende Angebote sofort im „second screen“ am TV, statt eines mobile Device geöffnet werden, bestimmen immer mehr die logische Weiterentwicklung dieser Möglichkeiten.

Mein persönliches Fazit:
Denkt nicht nur an App Entwicklung für mobile Endgeräte… das Thema „second screen“ wird immer mehr Einzug halten, und warum am Tablett PC kaufen, wenn ich es sofort am gleichen Gerät machen kann, an dem ich TV Werbung sehe? Hier liegt die Zukunft.

Thema social Commerce…?
Social Commerce lohnt – das zeigen immer mehr Studien. Aber was genau ist social Commerce? Einen Shop in Facebook einzubinden entspricht den Vorstellungen der meisten… aber das geht am eigentlichen Grundgedanken vorbei und funktioniert nur in den wenigsten Fällen. Neben SEO Relevanz (Google+) gilt es vielmehr andere Themen aufzugreifen:

Als dominierende integrierte Shop Funktionen geht es um Shares, Likes, Produktbewertungen und Kaufempfehlungen. Ob Social Media wirtschaftlich ist, daran scheiden sich immer wieder die Geister. Die Voycer AG ist der Frage zusammen mit dem Bundesverband des deutschen Versandhandels e.V., dem renommierten Online Magazin Internet World Business und der TU München mit einer Befragung auf den Grund gegangen. Im Rahmen der Studie wurden im Sommer 2012 1000 Online Shops aus der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) befragt. Für den Social Media Report 2013 wurden schließlich rund 120 vollständige Fragebögen ausgewertet und zusammengefasst.

Bei 30% ist Social Media wirtschaftlich lohnend

Wohl wichtigstes Ergebnis des Reports ist, dass ein Drittel der Shops angibt, den wirtschaftlichen Nutzen der Social Media Aktivitäten deutlich zu spüren. Darüber hinaus sieht die Studie in dieser Gruppe enormes Wachstumspotenzial, um 30 Prozent soll diese Gruppe 2013 wachsen. Online Shops ohne ein aktives Social Media Marketing drohen also auf ein relevantes Instrument im Marketing zu verzichten.